Berlin Treptower Park

Berlin

menschenmassen strömen durch straßen, bahnhöfe und sich selbst. sich selbst der nächste. kompromisslose offenheit? nicht: sich selbst aus dem weg gehen. sondern: selbigen weg verfolgend durch die hysterischen punkte des raumes, des raumes der stadt. klar: kommunikation hier und dort. süchtige blicke überall. die reize fordern die selektion der wahrnehmung, die versucht, sich auf das wesentliche zu konzentrieren: sich selbst? kulturelle identität entsteht durch abgrenzung, durch linien der vergangenheit. fehl am platz? sicher nicht, denn irgendeine identität muss wohl bewahrt werden. kollektiv ist sie nicht. sie könnte es sein. kreativität im übermaß. ideen geheftet an die hysterischen raumpunkte, die im chaos sich selbst verlieren – ohne zu zögern. der blick geradeaus gerichtet zum weg, der die individualität bedeutet. aus angst vor allgemeinheit, vor verbindungslinien, vor grenzüberschreitung? die offenbarung des selbst hat in der stadt keinen platz. plätze, die dies ermöglichen sind selten. aber es gibt sie. aus raumpunkten werden persönlichkeiten, aus kommunikation wird kulturelle identität, aus informationsaustauch wird kollektives bewußtsein geschaffen. angst, neid, eifersucht verschwindet. dennoch: gier bleibt persönlich, richtet sich auf objekte der wahrnehmung, materielle objekte aus papier, plastik, holz, metall. sinnlos? schon – die mentale einstellung ist die richtschnur. geht man sie entlang trifft man auf die linien der vergangenheit. gewohnheit verabschiedend entdeckt man kollektivität. kurz: das selbst offenbart sich nur im lichte der anderen.

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